DHL Packstationen oder wie maximiert man Kundenunfreundlichkeit

Vor ein paar Jahren, pries mir DHL die neue Packstation als nächsten Schritt der Kundenfreundlichkeit an. Dabei wurden die Vorteile wie Verfügbarkeit etc. hervorgehoben.
Ich wollte das aber trotzdem nicht, genauso wenig wie ich mich selber am Flughafen einchecken will, ich zahle also will ich das das jemand für mich schnell und richtig erledigt, Basta.
Nun ging DHL aber Systematisch dazu über mich quasi zu zwingen, erst wurde das nette kleine Postamt bzw. die eingebettete Filiale in einem "Kiosk"  im Stadtteil abgeschafft und eine Packstation gegenüber errichtet.
Dann wurden Pakete, sofern ich nicht Zuhause anzutreffen war, einfach in die Packstation gelegt. Manchmal auch direkt, obwohl ich zu Hause war… da hab ich wohl die Klingel nicht gehört.

Mich hat niemand gefragt ob ich das will. Ich wollte das nicht.

Gezwungen durch die äußeren Umstände, nahm ich also das freundliche Angebot der immer Verfügbaren Packstation an, legte mir eine "DHL Goldcard zu" und änderte meine Lieferadresse für Pakete auf die Nummer  Packstation ab.
Da aber langsam viele Bürger so bestimmt wie freundlich dazu überredet wurden, die Dienste der Packstation in Anspruch zu nehmen, kommt es oft vor das die Station wenn nicht defekt, voll ist.

Diese Mail erreichte mich am Samstag, dem Tag an dem ich mein Paket mit Vorfreude erwartete.

Guten Tag Herr Sascha Quillet,
leider konnte Ihre Sendung  NICHT in die gewünschte PACKSTATION eingestellt werden.

Die Sendung liegt für Sie in der FILIALE Moltkestr. 21
in Trier am nächsten Werktag ab 11:00 Uhr zur Abholung bereit.

Bitte denken Sie daran, Ihre Goldcard und einen amtlichen Ausweis mitzunehmen.
Ihre Sendung liegt 7 Werktage für Sie zur Abholung bereit.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr PACKSTATION Team

www.packstation.de
Servicenummer 01803 / 365 365 (0,09 Euro pro angefangene Minute aus den deutschen Festnetzen; höchstens 0,42 Euro pro angefangene Minute aus den deutschen Mobilfunknetzen)

Etwas sauer, weil ich ja erst nächsten Samstag wieder Zeit habe die kundenfreundliche nie überfüllte Filiale in Trier aufzusuchen, wählte also die NICHT Kostenfreie Servicehotline. Mit Hinweis auf die Problematik, frage ich höflich, ob DHL das Paket nicht doch nochmal zustellen  bzw. zu mir nach Hause liefern kann.
Gut das ich bei dem Gespräch sitze, denn die Antwort war der Knaller.

Ja, ich verstehe das Problem, DHL darf Ihnen das Paket aber nicht vorenthalten, darum müssen wir es zum Zentralen Postamt bringen.

Was für ein Unsinn, UPS, Fedex, Hermes usw. stellen Pakete auch mehrfach zu, die machen das also alle Illegal. Ich habe dann versucht, Sie mit der eigenen Waffe zu schlagen und habe angeführt, dass DHL mir das Paket ja nun mindestens eine Woche vorenthält weil ich es nicht holen kann…Nun ja die Antwort war dann wieder ähnlich.  Hotlines die die Welt nicht braucht.

Ob DHL das Weltweit so macht? Dann wundert es mich aber nicht, dass das Business in den USA nicht funktioniert hat, da macht man das mit Kunden nur einmal und dann sind sie bei der Konkurrenz.

Sind wir wieder bei meiner Forderung: Infrastruktur, Energieversorung, Wasserversorgung, Öffentlicher Verkehr, Telekommunikation, Post,  Grundversorgung mit Finanzdienstleistung, Sicherheit und Gesundheit sind Aufgaben des Staates, dafür zahle ich Steuern.

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