SWT Trier und der Gaspreis

Am 19.Mai 2010 flattert mir doch ein Brief der Stadtwerke Trier ins Haus, welcher mir kurz und knapp mitteilt dass der Gaspreis mal wieder erhöht werden muss. Den Grund dafür gibt die SWT (RWE) gar nicht mehr mit an.

Es handelt sich um die dritte Erhöhung in den letzten 9 Monaten.
In dem genannten Zeitraum ist der Preis ct/kWh von 6,56 über 6,90 auf 7,29 gestiegen.

Es würde mich nicht wundern wenn zum Oktober dann die 8 Cent Marke geknackt wird.
Dann wohl aber mal mit Begründung, man kann ja den schwächelnden Euro vorschieben, sowas lassen die sich sicher nicht entgehen.

Verstehen kann man das alles irgendwie nicht, der Rohstoffpreis für Gas ist seit 2008 von 13 Euro auf knapp 4 Euro gefallen.

Daher sollte der Preis doch eigentlich für die Kunden sinken oder?
Hier funktioniert die Marktwirtschaft irgendwie nicht richtig und der Staat sollte seine Bürger vor dieser Abzocke schützen.
Verstaatlichung aller Energieversorger in Deutschland.

Ich habe auf jeden Fall jetzt  gekündigt und bin zur Switch Energie gewechselt, welche Zurzeit nicht von den großen Versorgern (ist Versorger eigentlich noch angebracht bei den Preisen??) kontrolliert wird.
 

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Intel SSD X-25 Postville vs WD VelociRaptor Raid0

Wer ein leises System möchte, der kommt heutzutage neben einem speziellen Lüfter für die CPU auch nicht um eine SSD herum.

Vorteil: man hört keine Festplatte mehr.

Ich habe der Ordnung halber Windows7 neu installiert und mein “altes” Raid0 bestehend aus zwei WD VelociRaptor Festplatten vorerst mit eingehängt.

Und weil das so ist, ergibt sich doch die Gelegenheit beides zu benchmarken, mit ernüchterndem Resultat.

Für den Benchmark habe ich CrystalDiskMark 3.0 x64 benutzt, genau wie Media Addicted

Benchmark WD Raptor
Benchmark WD Raptor

Disk Benchmark WD VelociRaptor

Benchmark Intel SSD X-25
Benchmark Intel SSD X-25

Disk Benchmark Intel SSD X-25 Postville

Fazit, wer ein durchaus populäres Raid0 mit den besagten Raptor Platten hat, wird kaum einen Vorteil in einer SSD finden, ausser der Ruhe.

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Homenetwork 3.0 der Weg weg vom WLAN mit Powerline Adaptern ( PLC )

WLAN zu langsam?
Das kann schlicht an der Nachbarschaft liegen, wenn zu viele ebenfalls WLAN nutzen dann wirkt sich das auf die Bandbreite aus.
Die Frequenzen (2,4 GHz bis 2,4835 GHz und 5,15 GHz bis 5,725 GHz) werden für Wireless Local Area Network genutzt.
Man kann sich vereinfacht jede der Frequenzen bzw. der Kanäle vorstellen wie ein einziges Kabel, wenn viele denselben Kanal nutzen, dann sinkt die Nettobandbreite für den Einzelnen.

Abhilfe:
Powerline, Netzwerk über die normalen Stromkabel (PLC).
Es gibt da zwei dominierende Standards, HomePlug AV und DHS, die natürlich nicht kompatibel sind.
Ich würde aber auch Grundsätzlich nie verschiedene Hersteller mischen.
Allerdings glaube ich, dass in naher Zukunft Gräte wie TV, Bluerayplayer, Kühlschrank und Heizungsteuerung schon ab Werk mit dieser Technologie ausgestattet sein werden.
Mit etwas Pech setzt sich dabei der Standard den man selber nicht hat durch.

Das Vernetzen mit den PLC's funktioniert ziemlich gut, selbst in Häusern mit einer Elektrik, die kurz nach dem zweiten Weltkrieg installierte wurde (wie in dem Haus meiner Eltern).
Über zwei Etagen (Keller bis zum ersten Stock) sind noch gut 5-8 Mbps drin, was zum surfen locker reicht.
Genial ist auch der Stecker->WLAN Adapter, so kann man im Sommer einfach den Adapter im Gartenhaus einstecken und hat dann dort punktuell WLAN.

Bei mir in der Wohnung sieht es ein wenig besser aus was die Qualität der Kabel angeht. Arbeitszimmer und Wohnzimmer liegen diagonal am weitesten voneinander entfernt.
Das Worst-Case-Scenario also.

Der devolo Informter gibt 88Mbps an. Netto allerdings bleibt leider deutlich weniger übrig. Die Angaben des Informers sind nicht wirklich verlässlich. Ich habe die dLan Adapter allerdings noch auf einer  Multisteckdosenleiste aufgesteckt, was sich zusätzlich negativ auswirkt.

Devolo Verbindung Datenrate
Devolo Verbindung Datenrate
Ich hab den realen TCP - Datendurchsatz mit IPerf gemessen.

Server war jeweils mein kleiner Atom Linux Server.

Gemessen habe ich das direkt PC-Fritzbox-Server und PC-dLan-Fritzbox-Server.

Iperf PC-Fritzbox-Server
Iperf PC-Fritzbox-Server

 

Iperf PC-Fritzbox-Dlan mini 200-Server
Iperf PC-Fritzbox-Dlan mini 200-Server

 

Die Angaben vom devolo Informer sind also mit Vorsicht zu genießen.

Die Datenrate reicht aber problemlos um Fernseher oder BlueRay Player mit Netzwerk zu versorgen. Das Kopieren großer Datenbestände ist so aber sehr zeitintensiv.

Das Ergebnis ist für mich dennoch gut, 14 Mbit wären auf die Distanz per WLAN Netto kaum möglich.

Leider kosten die Adapter recht viel und sind bei einer größeren Anzahl von zu versorgenden Endgeräten schnell unwirtschaftlich (wenn man WLAN als Alternative betrachtet).

Ich habe die DEVOLO dLAN® 200 AVmini im Einsatz, alles gemessene und geschriebene, bezieht sich auschliesslich auf diese Adapter von Devolo.
Es gibt natürlich noch andere Hersteller wie d-link, Netgear, Belkin, Linksys, … Wenn ich mal die Gelegenheit habe diese auch zu evaluieren, dann update ich den Beitrag.

Von Devolo sind  verschiedene Modelle verfügbar, mit Strom-Steckerplatz  und ohne, man verliert also einen Stecker.
Ich habe beide Varianten, einmal die miniAV im Doppelpack und einen miniAVPlus einzeln.

Nachdem am Netzwerk selbst nichts auszusetzen ist, funktioniert ja ganz gut, habe ich mich mal dem Stromverbrauch der Geräte gewidmet.
Gemessen habe ich mit einem Voltcraft Plus Energy Monitor 3000.

Von der patententierten Stromspartechnik der Devolo's allerdings merke ich leider nichts, die Adapter benötigen im Stromsparmodus im Verhältnis zum Normalbetrieb zuviel.

Adapter
Standby
Betrieb
200 AVmini 1.1 Watt 2 Watt
200 AVplus 1.2 Watt 2.4 Watt

Im Vergleich braucht ein Samsung LCD TV der neusten Generation mit 46" nur 0.1 Watt bei ca.95Watt im Betrieb.

Desweiteren schaltet der Devolo nur in den Standby wenn am Ethernetport kein aktives Gerät mehr angeschlossen ist.
Das funktioniert bei Geräten die man immer abschaltet gut, an einem Router aber leider nicht.
In meinem Fall die AVM Fritzbox 7270.

Die Fritzbox geht nicht in den Sparmodus weil sie den Devoloadapter sieht, der Devoloadapter geht nicht in den Sparmodus weil er die Fritzbox sieht.
Klüger wäre hier auf Datenverkehr zu achten der auf dem Stromkabel liegt. Wenn dort keine aktiven Verbindungen mehr möglich sind (TV aus etc.) dann kann sich auch der PLC ausschalten, macht er aber nicht. Ich hoffe hier mal auf ein Update der Firmware.

Fazit:

Ich habe mich vom WLAN losgesagt, dieses brauche ich nur noch für mein Smartphone und manchmal für den Laptop. Alle anderen Geräte hängen wieder an einer Kabelverbindung, was sich als stabiler und schneller erwiesen hat.
Die Angaben vom dlan Informer sind mit äusserster Vorsicht zu betrachten.

Vorteile:
- man spart sich das Verlegen der Ethernet-Kabel (wenn man kein WLAN nutzen will)
- keine Konkurrenz mit den Nachbarn, wie bei den WLAN Frequenzen.
- Netzwerk überall möglich, z.B. die neue Heizung im Keller kann so angebunden werden.
- Sehr einfach zu installieren (plug and play).

Nachteile:
- Im direkten Vergleich mit WLAN teuer.
- Standby Verbrauch mit 1-3 Watt zu hoch.

 

 

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Ein neuer Gasanbieter die Switch GmbH, sieht vielversprechend aus…aber

Wieder was neues an der Energieversorgungsfront, diesmal wieder die Gasanbieter.

Switch heißt der oder die Neue. Um genau zu sein handelt es sich um die SWITCH Energievertriebsgesellschaft m.b.H mit Sitz in Essen.

Die Switch GmbH ist eine 100% Tochtergesellschaft der EAA (EnergieAllianz Austria GmbH).

An der EAA sind folgende Firmen/Konzerne beteiligt:

BEGAS mit 3%,

BEWAG 7% – Bewag = Vattenfall.

EVN AG mit 45% – EVN = 36% EnBW, allerdings will EnBW die Anteile verkaufen, dass scheinbar aber schon seit 2007.

Wien ENERGIE mit 45%.

Also wieder eine schöne und schwer durchschaubare Verschachtelung.

Sobald EnBW da raus ist, hat kein Großkonzern mehr eine Sperrminorität und damit wird der Anbieter für mich persönlich interessant.
Also liebe Switch GmbH seht zu das Ihr unabhängig vom indirekten Einfluss der Großen werdet, dann kommen auch die kritischen Kunden.

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DHL Packstationen oder wie maximiert man Kundenunfreundlichkeit

Vor ein paar Jahren, pries mir DHL die neue Packstation als nächsten Schritt der Kundenfreundlichkeit an. Dabei wurden die Vorteile wie Verfügbarkeit etc. hervorgehoben.
Ich wollte das aber trotzdem nicht, genauso wenig wie ich mich selber am Flughafen einchecken will, ich zahle also will ich das das jemand für mich schnell und richtig erledigt, Basta.
Nun ging DHL aber Systematisch dazu über mich quasi zu zwingen, erst wurde das nette kleine Postamt bzw. die eingebettete Filiale in einem "Kiosk"  im Stadtteil abgeschafft und eine Packstation gegenüber errichtet.
Dann wurden Pakete, sofern ich nicht Zuhause anzutreffen war, einfach in die Packstation gelegt. Manchmal auch direkt, obwohl ich zu Hause war… da hab ich wohl die Klingel nicht gehört.

Mich hat niemand gefragt ob ich das will. Ich wollte das nicht.

Gezwungen durch die äußeren Umstände, nahm ich also das freundliche Angebot der immer Verfügbaren Packstation an, legte mir eine "DHL Goldcard zu" und änderte meine Lieferadresse für Pakete auf die Nummer  Packstation ab.
Da aber langsam viele Bürger so bestimmt wie freundlich dazu überredet wurden, die Dienste der Packstation in Anspruch zu nehmen, kommt es oft vor das die Station wenn nicht defekt, voll ist.

Diese Mail erreichte mich am Samstag, dem Tag an dem ich mein Paket mit Vorfreude erwartete.

Guten Tag Herr Sascha Quillet,
leider konnte Ihre Sendung  NICHT in die gewünschte PACKSTATION eingestellt werden.

Die Sendung liegt für Sie in der FILIALE Moltkestr. 21
in Trier am nächsten Werktag ab 11:00 Uhr zur Abholung bereit.

Bitte denken Sie daran, Ihre Goldcard und einen amtlichen Ausweis mitzunehmen.
Ihre Sendung liegt 7 Werktage für Sie zur Abholung bereit.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr PACKSTATION Team

www.packstation.de
Servicenummer 01803 / 365 365 (0,09 Euro pro angefangene Minute aus den deutschen Festnetzen; höchstens 0,42 Euro pro angefangene Minute aus den deutschen Mobilfunknetzen)

Etwas sauer, weil ich ja erst nächsten Samstag wieder Zeit habe die kundenfreundliche nie überfüllte Filiale in Trier aufzusuchen, wählte also die NICHT Kostenfreie Servicehotline. Mit Hinweis auf die Problematik, frage ich höflich, ob DHL das Paket nicht doch nochmal zustellen  bzw. zu mir nach Hause liefern kann.
Gut das ich bei dem Gespräch sitze, denn die Antwort war der Knaller.

Ja, ich verstehe das Problem, DHL darf Ihnen das Paket aber nicht vorenthalten, darum müssen wir es zum Zentralen Postamt bringen.

Was für ein Unsinn, UPS, Fedex, Hermes usw. stellen Pakete auch mehrfach zu, die machen das also alle Illegal. Ich habe dann versucht, Sie mit der eigenen Waffe zu schlagen und habe angeführt, dass DHL mir das Paket ja nun mindestens eine Woche vorenthält weil ich es nicht holen kann…Nun ja die Antwort war dann wieder ähnlich.  Hotlines die die Welt nicht braucht.

Ob DHL das Weltweit so macht? Dann wundert es mich aber nicht, dass das Business in den USA nicht funktioniert hat, da macht man das mit Kunden nur einmal und dann sind sie bei der Konkurrenz.

Sind wir wieder bei meiner Forderung: Infrastruktur, Energieversorung, Wasserversorgung, Öffentlicher Verkehr, Telekommunikation, Post,  Grundversorgung mit Finanzdienstleistung, Sicherheit und Gesundheit sind Aufgaben des Staates, dafür zahle ich Steuern.

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Die neue Mode der Gas-,Energie-Konzerne. Neu im Club die FairEnergie GmbH, XOOL GmbH, SECURA Energie GmbH

Ein paar neue Sterne am Gasversorgungshimmel, leider unter dem Sternzeichen der allmächtigen Konzerne.

  1. Die FairEnergie GmbH
    Schöner Name, und günstiger als die hiesigen Stadtwerke, aber das ist auch nicht so schwer.
    Diese neue Gesellschaft mit beschränkter Haftung  gehört zu den Stadtwerken Reutlingen. Die wiederum gehören mit 24,9% direkter Beteiligung  zu EnBW (Beteiligungsbericht der EnBW). Um es mal in Zahlen zu sagen, 239 Millionen Euro sind an die EnBW als Gewinn geflossen. Der Rest gehört der Stadt Reutlingen. Wieso nicht alles?

     

  2. XOOL GmbH
    Das ist endlich mal was neues, auf der Internetseite steht nicht viel. Eigentlich garnichts. Wenn ich das richtig deute dann etikettiert die Xool GmbH welche der GETEC Energie AG gehört, Energierequellen anderer Anbieter um und vermarktet dieses dann z.B. als Bild-Energie.
    Da sie selber aber kein Gas oder Strom erzeugen, nehme ich (weil ich keine anderweitigen Informationen finden konnte) an, dass die Xool auch schlicht am Markt bei allen einkauft und dieses dann weitervermarktet. Ob das gut, schlecht oder nachhaltig ist wird sich zeigen müssen. Wo das Gas oder der Strom herkommt ist leider für mich nicht transparent.
     
  3. SECURA Energie GmbH
    Hier ist der Besitzer die MVV Energie AG, welche laut Wikipedia wie folgt aufgeteilt ist:
    50,1 % Stadt Mannheim (mittelbar über die MVV GmbH)
    16,3 % RheinEnergie
    15,1 % EnBW Energie Baden-Württemberg
    18,5 % Streubesitz

    Auch hier zahlt man indirekt der RWE und der EnBW.

Ich finde, wenn sich ein Unternehmen Stadtwerke als zusätzliche Bezeichnung gibt, dann muss es 100% in besitz der Öffentlichen Hand sein bzw. irgendwie den Bürgern gehören.
Grundsätzlich bin ich für die Kennzeichnungspflicht. Energieversorger müssen in jedem Schreiben und auf den Internetseiten gut lesbar kennzeichnen wem sie gehören und an wen der Kunde am Ende zahlt. Auch wie viel Strom sie wirklich Naturfreundlich erzeugen und nicht über Zertifikate einkaufen.
 Was für Eier und Bananen gilt, kann ja nicht schlecht für Energie sein.

 

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